Strahlentherapie und Radioonkologie am Klinikum Coburg

- Prof. Dr. med. Gerhard Grabenbauer
Prof. Dr. med.
Gerhard Grabenbauer
Dr. med. Martin Alfrink
Telefon: 09561/2491-0
Fax: 09561/2491-50

- Dr. med. Martin Alfrink
Strahlentherapie und Radioonkologie
Die Strahlentherapie und Radioonkologie besteht seit 1999 und stellt ein überregional bedeutsames Zentrum mit einem umfassenden Leistungsangebot im Bereich der Radioonkologie dar. Es stehen zwei Hochvolttherapiegeräte, ein Simulator inklusive Zugang zu einem Mehrzeiler-CT sowie MRT, mehrere 3D-Planungssysteme sowie ein Brachytherapie-Gerät zur Verfügung. Ein Schwerpunkt ist die Durchführung der simultanen Radiochemotherapie solider Tumoren. Diese Protokolle, z. B. zur Behandlung von Kopf-Hals-, Lungen-, Speiseröhren-, Magen-, Bauchspeicheldrüsen-, Blasen-, Rektum- und Analkarzinom besitzen mittlerweile weltweite Bedeutung. Die Brachytherapie bzw. operative Strahlentherapie unter Verwendung interstitieller und intrakavitärer Afterloading-Systeme stellt ein wesentliches innovatives Moment der Klinik dar. Es werden sämtliche Indikationen, wie die interstitielle Therapie von Prostata-, Kopf-Hals- und Mammakarzinomen abgedeckt. Ein weiterer Schwerpunkt der Klinik ist auf dem Gebiet der Neuroonkologie zu sehen. Die stereotaktische Radiotherapie von Hirnmetastasen und anderen Läsionen wird routinemäßig ausgeführt. Abgerundet wird das Profil der Praxis durch eine innovative Gruppe von Medizin-Physikern, die die aktuellen Standards der 3d-konformalen Radiotherapie, der intensitätsmodulierten Radiotherapie, 3d-Brachytherapie und Stereotaxie vorantreibt und auf höchstem Niveau ausführt. Die Aktivitäten der Strahlentherapie zur Etablierung von Interdisziplinären Tumorkonferenzen und Qualitätszirkeln sind integraler Bestandteil des Coburger Brustzentrums und des Darmzentrums.
Spezielle Behandlungsmethoden
Intensitätsmodulierte Radiotherapie (IMRT)
Die IMRT ist eine anspruchsvolle Form der externen Radiotherapie, bei der unter Verwendung sogenannter Lamellenkollimatoren die Fluenz der ionisierenden Strahlung pro Einstrahlfeld dergestalt moduliert wird, dass eine nachhaltige Schonung wichtiger Organe möglich ist. Wir führen diese Methode routinemäßig aus.
Brachytherapie
Diese Methode bezeichnet das Einbringen einer winzigen, strahlenden Quelle (Iridium-192) an die Oberfläche oder in den Tumor selbst. Es werden sämtliche Indikationen, wie die interstitielle Therapie von Prostata-, Kopf-Hals- und Mammakarzinomen und die intrakavitäre Brachytherapie von Ösophagus, Zervix- und Korpuskarzinomen abgedeckt.
Stereotaktische Radiotherapie
Nach präziser Fixation (meist Kopfring), MRT- und CT-Untersuchung zur Identifikation des Tumors erfolgt hier die fokussierte Betrahlung mit einer einmaligen, hohen Dosis. Diese /ehandlung ist nur bei ausgewählten Tumorarten sinnvoll und möglich.
Radiochemotherapie
Diese Methode bezeichnet die simultane, also gleichzeitige Gabe von Chemotherapie und fraktionierter, externer Radiotherapie. Sie stellt die Standard-Therapie bei fortgeschrittenen Kopf-Hals-, Lungen-, Speiseröhren-, Magen-, Bauchspeicheldrüsen-, Blasen-, Rektum- und Analkarzinomen dar. Für die Radiochemotherapie stehen 20 Planbetten, die seitens der Radioonkologen geführt werden, zur Verfügung.

